Warum scheitern Tech-Start-ups in Mexiko?

Es gibt nur wenig Verständnis für die Umstände, unter denen technologieorientierte Unternehmen arbeiten.

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Kleinst-, Klein- und Mittelunternehmen machen in Mexiko 98 Prozent aller Unternehmen des Landes aus; dies ist einer der höchsten Anteile weltweit (Offizielle Zeitung der Föderation). Allerdings schließen 75 % der neuen Unternehmen innerhalb der ersten zwei Jahre nach ihrer Gründung wieder (INEGI, 2013). Wie sieht es also mit Tech-Start-ups in Mexiko aus?

Esgibt nur sehr wenig Verständnis für die Rahmenbedingungen, unter denen technologieorientierte Unternehmen agieren, sowie für die Schwierigkeiten und Probleme, mit denen sie konfrontiert sind. Darüber hinaus mangelt es an Forschungsarbeiten zu den persönlichen, organisatorischen und kontextuellen Gründen, die zum Scheitern von Unternehmen führen, sowie zu den Auswirkungen dieses Scheiterns auf die Gründer. Unter Anwendung qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden stellte das Failure Institute die Frage: „Was sind die Ursachen für das Scheitern mexikanischer Tech-Start-ups?“

Die Ergebnisse zeigten, dass das mangelnde Verständnis für mexikanische Tech-Start-ups auch von den Unternehmern selbst ausgeht. Der häufigste Grund für das Scheitern technologieorientierter Unternehmen in Mexiko ist die mangelnde unternehmerische Vorbereitung. Unternehmer geben an, dass das Bildungssystem sie nur unzureichend auf eine Karriere als Unternehmer vorbereitet habe, sondern sie vielmehr darauf ausbilde, Angestellte zu sein. Sie merken zudem an, dass das Bildungssystem es versäumt habe, sie vor der Gründung über die Gründung und Führung eines Unternehmens zu informieren.

Die befragten Unternehmer gaben an, dass sie nicht auf Phasen vorbereitet seien, in denen das Unternehmen keine Einnahmen erzielt – dies ist besonders für technologieorientierte Unternehmen von Bedeutung, da diese oft lange Entwicklungszeiten benötigen, bevor das Produkt oder die Dienstleistung verkaufsbereit ist. Obwohl 42 Prozent der Technologieunternehmer in Mexiko über einen postgradualen Abschluss verfügen (10,5 Prozent einen Doktortitel und 31,5 Prozent einen Master) und 42 Prozent einen Bachelor-Abschluss haben, lautete ein häufig genanntes Motiv: „Ich wurde ausgebildet, um zu arbeiten, nicht um Unternehmer zu sein.“

Mexikanische Tech-Unternehmer scheiterten (erstens) daran, dass sie ihr Scheitern nicht analysierten, und (zweitens) daran, dass sie sich bei der Gründung ihres eigenen Unternehmens nicht ausreichend vorbereiteten. Doch damit ist diese Panne noch nicht zu Ende. Die traurige Nachricht ist, dass sich weniger als 6 Prozent der Unternehmer dazu entschließen, sich wieder aufzurappeln und ihre unternehmerischen Fähigkeiten zu verbessern. Zumindest gaben fast alle Teilnehmer an, dass sie aus ihrem Scheitern gelernt hätten.

Wer weiterhin eine Karriere als Unternehmer anstrebt, sollte einen Schritt zurücktreten und nach Möglichkeiten suchen, seine unternehmerischen Fähigkeiten zu verbessern, während er gleichzeitig eine Lokalisierung für den mexikanischen Markt anstrebt. Es gibt viele Faktoren zu berücksichtigen, wenn man sich für diesen Weg entscheidet. Tomedes hat einen Blogartikel zu diesem Thema verfasst, in dem die verschiedenen Dialekte in Mexiko, die Kultur, der aktuelle Markt sowie Tipps zur Lokalisierung für den mexikanischen Markt behandelt werden.

Die vollständige Studie finden Sie hier; Sie können sich die Infografik ansehen oder mehr über das Failure Institute erfahren (www.thefailureinstitute.com)

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