Eine verletzliche und widerstandsfähige Führung spiegelt sich in der Fähigkeit wider, unsere Fähigkeiten an die Erfordernisse des Umfelds anzupassen.
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Eine Führungskraft zu werden bedeutet weit mehr, als nur eine Führungsrolle zu übernehmen. Diese Positionen erfordern den Erwerb neuer Fähigkeiten und die Anpassung bereits vorhandener Kenntnisse. Führung bedeutet, ein Umfeld zu schaffen, in dem du dich am Arbeitsplatz wohl und motiviert fühlst. Kurz gesagt: Es geht darum, die Führungskraft zu werden, die du gerne sein oder haben möchtest.
Es gibt kein Patentrezept dafür, wie man ein Team leitet. Jede Frau ist einzigartig und unverwechselbar, und die Art und Weise, wie wir Führung ausüben, hängt von den Erfahrungen, dem Wissen und den Werten ab, die unser Leben geprägt haben.
Wenn es um Führung aus der Perspektive von Frauen geht, stellen sich verschiedene Fragen:
Die Harvard Business Review hat die Studie durchgeführt „Sind Frauen bessere Führungskräfte als Männer?“durch. In dieser Untersuchung wurden Frauen von ihren Kollegen, Vorgesetzten, direkten Untergebenen und anderen Mitarbeitern als insgesamt bessere Führungskräfte bewertet als ihre männlichen Kollegen.
Frauen erzielten in 12 der 16 Kompetenzen, die zu herausragender Führungskompetenz gehören, bessere Bewertungen. Zwei der Eigenschaften, in denen Frauen Männer übertreffen, sind die Fähigkeit, die Initiative zu ergreifen, und das Streben nach Ergebnissen – Kompetenzen, die lange Zeit Männern zugeschrieben wurden.
Wenn wir nun statistisch gesehen über Stärken verfügen, die uns im Vergleich zu Männern zu guten Führungskräften machen, was müssen wir dann tun, um vom Theoretischen zum Praktischen überzugehen? Die Wahrheit ist, dass eine Frau keineswegs darauf beschränkt ist, „traditionell weibliche“ Stärken nur in den Rollen oder Bereichen einzusetzen, in denen sie sich gerade befindet.
Eine verletzliche und resiliente Führungskraft zeichnet sich durch die Fähigkeit aus, ihre Kompetenzen an die Anforderungen des Umfelds anzupassen, ohne dabei Empathie, Teamarbeit, die Fähigkeit, andere zu inspirieren und zu kommunizieren, sowie Produktivität und Anpassungsfähigkeit – neben anderen Stärken – zu vernachlässigen.
Laut dem Bericht „Was wäre, wenn Unsicherheit deine größte Chance für Führungsstärke wäre?“ von Ernst & Young (EY) zeigen die Ergebnisse, dass Frauen ein Führungsprofil aufweisen, bei dem sie mehr Zeit darauf verwenden, ihren Teammitgliedern zuzuhören, psychologische Sicherheit am Arbeitsplatz zu fördern und effektive Richtlinien für die Zusammenarbeit zu schaffen.
Wenn du die Frage „Wie werde ich eine gute Führungskraft?“ beantworten möchtest, bist du wahrscheinlich schon auf dem richtigen Weg, denn du hast dich entschlossen, deine Komfortzone zu verlassen und dich für dein Team und für dich selbst weiterzuentwickeln. Was brauchst du hingegen NICHT, um eine gute Führungskraft zu sein?
Laut dem Kurs „Frauen in Führungspositionen: Stärken Sie Ihre Fähigkeiten und treiben Sie den Wandel voran“ gehören zu den Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um Ihre Führungsqualitäten weiterzuentwickeln, unter anderem:
Wenn in einem Satz die Begriffe „Frauen“ und „Führung“ zusammen vorkommen, tritt häufig ein Phänomen auf, das als „Glass Cliff“ oder „Glasklippe“ bezeichnet wird. Dieses Konzept besagt, dass ein Unternehmen, wenn es in Schwierigkeiten steckt, von einer Frau übernommen wird.
Laut der Studie „Wie Frauen in der ‚Glasklippe‘ landen“ , die in der Harvard Business Review veröffentlicht wurde, wird die Notwendigkeit, das männliche Führungsmodell zu ändern, nicht wahrgenommen, solange ein von Männern geführtes Unternehmen gut funktioniert. Erst wenn männliche Führungskräfte eine Organisation in Schwierigkeiten gebracht haben, wird es vorgezogen, eine weibliche Führungskraft einzusetzen.
Zudem hat sich gezeigt: Wenn es einem Unternehmen gut geht, bevorzugen die Menschen Führungskräfte mit stereotypisch männlichen Stärken; befindet sich ein Unternehmen jedoch in einer Krise, sind sie der Meinung, dass stereotypisch weibliche Fähigkeiten erforderlich sind, um Veränderungen herbeizuführen. Dies trägt zur Führungsgeschichte eines Unternehmens bei und zementiert geschlechtsspezifische Vorurteile, insbesondere in Bezug auf Führungskräfte.
In derselben Studie wurde festgestellt, dass dieser Trend offenbar nicht für Organisationen gilt, in denen bereits seit längerem Frauen in Führungspositionen tätig sind. Dies lässt vermuten, dass weibliche Führungskräfte, sobald sich die Menschen daran gewöhnt haben, Frauen in den höchsten Führungsebenen zu sehen, nicht mehr ausschließlich für die Leitung risikoreicher Veränderungen ausgewählt werden, sondern verstärkt für die Leitung von Organisationen in Betracht gezogen werden, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines anhaltenden Erfolgs größer ist.
Laut dem Bericht „Was wäre, wenn Unsicherheit Ihre größte Chance für Führungsstärke wäre?“ von Ernst & Young (EY) sind die folgenden Führungskompetenzen am wichtigsten, um die Herausforderungen dieser neuen Realität erfolgreich zu meistern:
Kommen dir diese Fähigkeiten bekannt vor? Acht der zehn am meisten geschätzten Eigenschaften einer Führungskraft in der heutigen Zeit haben mit dem Aufbau von Beziehungen, der Kommunikation und dem Eingehen auf die Gefühle anderer zu tun. Dabei geht es darum, authentische und echte Beziehungen zu fördern, in denen menschliche Aspekte mehr Zeit erfordern als das reine Management.
Demselben Bericht zufolge fühlen sich Frauen besser gerüstet als Männer, um die Herausforderungen dieser neuen Post-Covid-Realität zu meistern, was einen deutlichen Bruch mit der Tendenz darstellt, dass wir manchmal das Gefühl haben, den Herausforderungen nicht gewachsen zu sein.
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Wir sollten unsere Wahrnehmung des Scheiterns ändern und es als Katalysator für Wachstum nutzen.