Wie finde und gestalte ich meinen Markenstil?

Elemente wie der Archetyp, die Farbgebung und das Logo sind für die Markenidentität von grundlegender Bedeutung.

von:
Frauen ohne Filter
Wie finde und entwickle ich den Stil meiner Marke? | MSF

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Wie wir im vorherigen Video gesehen haben, ist es superwichtig, sich auf deine eigene Art und in deinem eigenen Stil zu präsentieren und dich von anderen abzuheben. Aber … wie schafft man das? 

1. Finde deinen Archetyp:

Carl Jung, der Begründer der analytischen Psychologie und Urheber des Themas, das wir in diesem Artikel behandeln werden, war der Ansicht, dass wir alle mit einem kollektiven Unbewussten geboren werden. Das heißt, unabhängig davon, an welchem Ort oder in welchem kulturellen Kontext wir uns befinden, gibt es immer bestimmte Muster und Vorstellungen, mit denen wir uns alle identifizieren können. All diesen Symbolen, die wir als Menschen gemeinsam haben, gab Jung den Namen Archetypen. Diese besitzen unterschiedliche Werte, Bedeutungen und Persönlichkeiten, die die grundlegendsten Motivationen des Menschen symbolisieren. 

Es gibt 12 Arten von Archetypen: 

  1. Der Unschuldige: Er ist ein Idealist, ein Verfechter von Wahrheit und Gerechtigkeit. Er vertraut dem Leben und seinen Mitmenschen. Der Archetyp des Unschuldigen gleicht einem kleinen Kind, das sich über alles wundert. 
  1. Zitat: „Die Freiheit, ich selbst zu sein“.
  2. Ziel: Im Paradies glücklich sein.
  3. Werte: Vertrauen, Ehrlichkeit, Natürlichkeit, Optimismus, Einfachheit.

  1. Der Entdecker: Er ist ständig bestrebt, seine Komfortzone zu verlassen und neue Horizonte oder Gebiete zu erkunden.
  1. Satz:„Mir keine Grenzen setzen“.
  2. Ziel: Unabhängig sein.
  3. Werte: Mut, Authentizität, Neugier, Freiheit, Lebensfreude.

  1. Der Weise: Er sucht nach der Wahrheit und teilt sie gerne mit anderen. Er möchte die Welt verstehen. Seine wichtigsten Werkzeuge sind Intelligenz und Analyse. 
  1. Zitat:„Die Wahrheit wird euch befreien“
  2. Ziel: Seine Erfahrungen und seine Intelligenz nutzen, um anderen zu helfen.
  3. Werte: Zuverlässigkeit, Glaubwürdigkeit, Neugier, Bildung, Urteilsvermögen.

  1. Der Sieger: Er zeigt uns , dass wir alle Gewinner sein können. Er möchte die Welt verändern. 
  1. Sprichwort: „Woein Wille ist, ist auch ein Weg.“
  2. Ziel: Gewinnen.
  3. Werte: Wettbewerbsfähigkeit, Mut, Disziplin, Ausdauer, Willenskraft.

  1. Der Rebell: Er schwimmt gegen den Strom und stellt den Status quo in Frage. Er bricht mit allen Konventionen und findet neue Ansätze, die zum Umdenken anregen. 
  1. Zitat: „Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden.“
  2. Ziel: Anders sein.
  3. Werte: Freiheit, Mut, Unkonventionalität, Provokation, Kompromisslosigkeit.

  1. Der Zauberer: Er lässt deine Träume wahr werden . Er möchte die Realität oder uns selbst verwandeln. Er beweist, dass nichts unmöglich ist, und überrascht immer wieder. 
  1. Satz: „Das kann schon mal vorkommen.“
  2. Ziel: Außergewöhnlich sein.
  3. Werte: Wissen, Kompetenz, Erfahrung, Intuition.

  1. Der Durchschnittsmensch: Er ist ein ganz normaler Mensch. Er schätzt andere so, wie sie sind. Er hilft gerne und ist gerne Teil einer Gemeinschaft. Er lehnt jeglichen Elitismus ab. 
  1. Satz: „Wir sind alle gleich.“
  2. Ziel: Gleichstellung erreichen.
  3. Werte: Freundschaft, Nähe, Einfühlungsvermögen, Realismus.

  1. Der Liebhaber: Er ist ein äußerst emotionaler Mensch ( ), der sich einem Partner, einem Projekt oder dem Leben ganz und gar hingibt. Er schätzt Gefühle und trägt dazu bei, dass sich Menschen auf irgendeine Weise begehrt fühlen.
  1. Zitat: „Auf der Suche nach der Liebe“.
  2. Ziel: Liebe schenken.
  3. Werte: Dankbarkeit, Leidenschaft, Engagement, Zufriedenheit und Anziehungskraft.

  1. Der Narr: Er macht aus dem Alltag einen Spaß. Er ist frei von gesellschaftlichen Vorurteilen und bricht auferlegte Tabus. Er genießt den Moment und flieht vor der Langeweile. 
  1. Zitat: „Leben heißt lachen“.
  2. Ziel: Jederzeit Spaß haben.
  3. Werte: Freude, Spaß, Einfallsreichtum, Fröhlichkeit, Verspieltheit.

  1. Der Wohltäter: Er findet seine Erfüllung darin, die Bedürfnisse anderer zu erfüllen. Er schafft Vertrauen und betrachtet die Welt als Teil von sich selbst, indem er Verantwortung für sie übernimmt.
  1. Satz: „Liebe deine Nächsten wie dich selbst.“
  2. Ziel: Eine Hilfe sein.
  3. Werte: Altruismus, Wohlwollen, Mitgefühl, Empathie, Großzügigkeit.

  1. Der Schöpfer: Er ist originell und nonkonformistisch, immer auf der Suche nach neuen Formen des Selbstausdrucks und der Selbstverwirklichung. Er schätzt Schönheit und misst der Schönheit der Dinge große Bedeutung bei.
  1. Zitat: „Was man sich vorstellen kann, kann man auch erschaffen.“
  2. Ziel: Originalität in ihrer höchsten Ausprägung.
  3. Werte: Kreativität, Neugier, Fantasie, Inspiration, Narzissmus.

  1. Der Herrscher: Er ist ein verantwortungsbewusster Anführer. Er trifft stets die richtigen Entscheidungen zum Wohle aller. Er versteht es, sein Ansehen und seinen Ruf zu nutzen, um seine Macht zu festigen. 
  1. „Macht ist nicht alles. Sie ist das Einzige.“
  2. Ziel: Marktführer zu sein.
  3. Werte: Kompetenz, Führungsstärke, Ordnung, Ansehen, Verantwortung. 

Wähle den Archetyp, der am besten zu dir, zu deiner Vision für dein Produkt/deine Dienstleistung und zu deinen Werten passt. Dazu findest du in der Toolbox einen Test, der dir dabei hilft, deinen/deine Archetyp(en) zu bestimmen.

Deinen Archetyp zu finden, ist der wichtigste und „ursprünglichste“ Aspekt beim Aufbau einer Marke. Wenn du deinen Archetyp verstehst, ist es sehr wahrscheinlich, dass du deine Zielgruppe erreichen kannst. 

2. Lass dich inspirieren: Erstelle Moodboards

Nun, da du deinen Archetyp kennst und dein Leitbildklar definiert hast (denk daran: Mission, Vision, Werte), ist es an der Zeit, deiner Marke Leben und ein Gesicht zu verleihen. 

Warum ist ein Moodboard bei der Entwicklung einer Marke wichtig?

Das wird dir sehr dabei helfen, deine Ideen zu konkretisieren, deine Kreativität anzuregen und wichtige visuelle Konzepte wie die Farbgebung, die Typografie und das Gefühl bzw. die Seele deiner Marke zu definieren

Wie erstellt man ein Moodboard?

Heutzutage ist es ganz einfach, Bilddatenbanken zu finden, die dir dabei helfen können. Wir empfehlen dir Pinterest. Sei bei der Suche nach diesen Bildern nicht zu wörtlich. Wenn zum Beispiel „Freude“ einer deiner Werte ist, musst du nicht unbedingt Bilder von lachenden Menschen speichern, sondern suche stattdessen nach Bildern, die diese Freude vermitteln. 

Alles bereit? 

Da wir nun alle Bilder beisammen haben, empfehlen wir dir, sie auszudrucken, damit du sie alle auf einem Blatt sehen kannst. Du wirst feststellen, dass viele davon große Ähnlichkeiten in Bezug auf Farben, Formen, Schriftarten usw. aufweisen. Behalte die besten davon. Denk daran, dass dies dein Projekt ist und es ganz nach deinem Geschmack gestaltet sein sollte. 

Hier ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie dein Moodboard aussehen könnte. Siehst du, wie sich dieser Kreative von verschiedenen Quellen inspirieren ließ?:

In der Toolbox stellen wir dir eine Vorlage für ein wirkungsvolles Moodboard zur Verfügung, in der wir dir Schlüsselwörter bereitstellen, die dir dabei helfen, das bestmögliche Moodboard für deine Marke zu erstellen.

3. Farbgebung, Schriftgestaltung und Logo

  • Chromatik

Die Farbpalette ist das wichtigste visuelle Instrument für deine Marke. Anhand dieser kann dein Kunde deinen Tonfall und die Emotionen wahrnehmen, die mit deiner Marke verbunden sind. Es ist zum Beispiel nicht dasselbe, ob du kühle Farbtöne wie Blau verwendest – das als beruhigende Farbe wahrgenommen wird – oder wärmere Farbtöne wie Orange, das voller Energie steckt.

Wenn du dein Moodboard erstellst, wirst du feststellen, welche Farben im Einklang mit deiner Marke am stärksten hervorstechen. Man sollte jedoch bedenken, dass das Gehirn auf Farben mit einer bestimmten Reaktion und einer psychologischen Wahrnehmung reagiert. Wenn du mehr über die Bedeutung der einzelnen Farben erfahren möchtest, findest du in der Toolbox einen Artikel, der dir als Leitfaden bei dieser Entscheidung dienen kann. 

  • Typografie

Genau wie bei der Farbgebung gibt es auch eine Psychologie der Typografie. Die Auswahl einer Schriftart kann überwältigend sein, da es unzählige Möglichkeiten und Kombinationen gibt; da sie jedoch eine der wichtigsten visuellen Säulen Ihrer Marke darstellt, ist eine bewusste Entscheidung unerlässlich. 

Man muss nicht nur eine Schriftart auswählen, sondern mehrere, die deine Botschaften optimieren und ihnen genau den nötigen Schwung verleihen können, je nachdem, was du ausdrücken möchtest. 

Canva ist eines der benutzerfreundlichsten und praktischsten Design-Tools und bietet sogar verschiedene Schriftkombinationen, die sich je nach dem Stil deiner Marke eignen. 

Wenn du dich weiter umsehen möchtest, empfehle ich dir, mal bei dafont.com vorbeizuschauen, wo du kostenlose Schriftarten findest.  

  • Logo

Da wir nun alle oben genannten Elemente beisammen haben, ist es an der Zeit, dein Logo zu entwerfen. Logos sind für eine Marke von entscheidender Bedeutung – wenn man darüber nachdenkt, ist es das Erste, was deine Kunden sehen, wenn sie deine Marke kennenlernen. 

Es muss eine starke Persönlichkeit haben, zeitlos, schlicht und unverwechselbar sein.

Eines der einfachsten und praktischsten Tools zur Erstellung deines Logos ist Adobe Express. Du musst lediglich deinen Namen und deinen Slogan eingeben, und schon werden mindestens 10 verschiedene Entwürfe generiert, die du individuell anpassen kannst. 

Eine weitere Website, die wir dir empfehlen können, ist Canva, da sie nicht nur einen Logo-Generator enthält, sondern auch verschiedene Tools bietet, die dir bei der visuellen Identität deiner Marke helfen, wie zum Beispiel Visitenkarten, Poster oder Vorlagen für Social-Media-Beiträge. 

Denk daran, dass dies dein Projekt ist und du die Kontrolle darüber hast. Hab keine Angst davor, deiner Kreativität freien Lauf zu lassen und Dinge zu erschaffen, die sich völlig von dem unterscheiden, was du bisher gesehen hast (: 

Quellen: 

Die Archetypen und das kollektive Unbewusste von Carl Jung // Brand Inception: Ein Benutzerhandbuch

https://psicologiaymente.com/psicologia/inconsciente-colectivo

https://www.psicoactiva.com/blog/los-arquetipos-de-jung/

https://lamenteesmaravillosa.com/psicologia-analitica-carl-jung/

https://www.visualbloom.co/blog/como-crear-moodboard

https://design.tutsplus.com/es/articles/how-to-choose-the-right-font-for-your-brand--cms-35096

https://www.dafont.com/es/

Bearbeitet von

Santiago Silva

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